Blick auf die Prümer Burg auf dem Felsenweg 5, © Naturpark Südeifel, C. Schleder
  • Strecke: 16,9 km
  • Dauer: 04:30 h
  • Schwierigkeit: mittel

Felsenweg 5 - Prümer Burg

Irrel

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Diese Wanderroute im NaturWanderpark delux bietet alles, was das Wandererherz begehrt: Kultur, Natur, eindrucksvolle Ausblicke. Viele wissen nicht, dass bei Holsthum einer der besten Hopfen Deutschlands angebaut wird – das größte Hopfenanbaugebiet in Rheinland-Pfalz. Der Katzenkopf-Bunker in Irrel vermittelt mit dem Westwall-Museum einen Eindruck über die kriegerischen Geschehnisse am Westwall im 2. Weltkrieg. Von hier aus blickt man in die zusammentreffenden Täler von Nims und Prüm. Der Ursprung der Prümerburg, deren Ruine auf einer Felsbastion einen herrlichen Blick ins Tal gewähren, liegt im Dunkeln der Geschichte. Ein Beweis dafür, dass es schon den Römern hier gefallen hat, ist die Römische Villa Holsthum, deren Fundamente freigelegt wurden. Sie ist nur einen kleinen Abstecher vom Wanderweg entfernt.

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Markierung der Tour:

  • NaturWanderPark delux Wegmarkierung
gpx: t61517132_neue-wegefuehrung_felsenweg5

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Highlights auf der Strecke

Westwallmuseum

Ruinen des Panzerwerks mit Westwallmuseum in Irrel, © Felsenland Südeifel Tourismus GmbH

Das zwischen 1937 und 1939 erbaute Panzerwerk "Katzenkopf" liegt auf einer Anhöhe über dem Nimstal bei Irrel. Es ist ein Panzerwerk des ehemaligen Westwalls, den die nationalsozialistische Regierung in Vorbereitung des Krieges auf einer Länge von fast 630 Kilometern an der Westgrenze des Deutschen Reiches erbauen ließ und einer der wenigen dieser Militärbauten, die besichtigt werden können.

Geschichte: Das Infanterie-Regiment 39 aus Düsseldorf stellte bis nach dem Feldzug gegen Frankreich im Jahr 1940 die Besatzung des sogenannten "B-Werks". Von Dezember 1944 bis zum Eintreffen der amerikanischen Truppen im Februar 1945 wurde der Bunker nochmals von wenigen Soldaten und Mitgliedern der Hitlerjugend belegt. 1947 wurden Teile der Anlage durch die französischen Besatzungstruppen gesprengt und die Eingänge zugeschüttet. Die Freiwillige Feuerwehr Irrel legte ab 1976 den Bunker wieder frei und in drei begehbaren Geschossen ist seit 1979 das Westwallmuseum eingerichtet. In den unterirdischen Gängen und Räumen ist eine rein militärhistorische Ausstellung zu besichtigen. 

Mahnmal für den Frieden: Auf den Betontrümmern des Panzerwerks wurde eine Gedenkstätte für die Gefallenen und Vermissten des Regiments 39 errichtet.

Hinweis: Die Temperatur im Bunker beträgt 10 °C. Also: Auch im Sommer Pullover nicht vergessen!

Weitere Informationen auch unter www.westwallmuseum-irrel.de

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Römische Villa Holsthum

Stege in der Ruine der Römischen Villa Holsthum, © Felsenland Südeifel Tourismus GmbH

Die Römer bewiesen meist guten Geschmack bei der Auswahl ihrer Bauplätze und richteten ihre Wohngebäude geschickt zur Sonne hin aus. So auch in Holsthum. Die säulengeschmückte Front mit großem Portal lag vom späten Vormittag bis zum Abend im Licht. Wer die symmetrisch konstruierte Villa rustica betrat, kam in eine zentrale Halle, wo gearbeitet und gewirtschaftet wurde. Hier gab es auch eine kleine Eisenschmiede, in der zeitweise Münzen geprägt wurden. Falschgeld? Eher nicht. Vermutlich handelte es sich um die offiziell geduldete Produktion von knappem Kleingeld aus der Zeit um 275 n. Chr. Von der Halle aus führte eine Treppe in den Keller, die Sie noch heute – nach fast 2.000 Jahren - begehen können. An die Halle schlossen sich Wohn- und Arbeitsräume an, darüber gab es noch ein zweites Geschoss. Auf der Rückseite des Hauses wurden Lebensmittel geräuchert und gedörrt. In einem der beiden seitlichen Anbauten befand sich das Bad.

Einsam gelegen war der Gutshof definitiv nicht. Auf zwei Brandgräberfeldern wurden mindestens 120 Menschen bestattet.

Eine Station der Straßen der Römer.

Vergangenheit neu erleben:

Machen Sie sich Ihr ganz eigenes Bild von der Vergangenheit: Mit der kostenlosen ARGO-App können Sie die Villa vor Ort über Augmented Reality in ihrer ursprünglichen Größe und in 360°-Darstellung betrachten. Zum Download der kostenlosen ARGO-App 

Tipp:

  • Im Museum des Naturparkzentrums Teufelsschlucht in Ernzen ist ein von Schülern gebautes, detailgetrues und mit handgefertigten Zinnfiguren belebtes Modell der Villa rustica von Holsthum zu sehen.
  • Die Römische Villa Holsthum kann man z. B. auf dem Holsthumer Rundwegbesuchen.


Sie möchten mehr wissen?

Das Hauptgebäude des römerzeitlichen Gutshofes bei Holsthum am Hang hoch über der Prüm entstand um 100 n. Chr.. Der symmetrische Grundriss mit der zum Tal hin offenen Säulenhalle und zwei seitlichen Ecktürmen ist typisch für diese Zeit. Erstaunlicherweise fanden die Archäologen in den Überresten des großen Hauses keine Hinweise auf einen heizbaren Wohnraum, und zudem wurde es nie umgebaut. 
 
Als Baumaterial für das imposante Gebäude von über 47 m Breite und fast 24 m Tiefe diente der in der Umgebung anstehende Luxemburger Sandstein. Die Mauern waren verputzt und bemalt: Die Sockelzone rot, die Wände darüber weiß. Die Dächer aller Gebäudeteile waren mit Ziegeln gedeckt. Auch von farbigem Innenputz sowie von der Verglasung der Fenster sind Bruchstücke erhalten. Über eine Treppe betrat man die Säulenhalle (Portikus) und gelangte von dort in den Kernbau mit fünf Räumen. Der Ofen in der Ecke des größeren Hauptraumes wurde offensichtlich nicht nur zum Kochen, sondern auch für Schmiedearbeiten benutzt. In einem hinteren Raum befand sich die Treppe zum ersten Stock des Gebäudes. Über kaum ausgetretene Sandsteinstufen betritt man den Keller, in dem noch die gemauerten Pfeilervorlagen zu sehen sind, die eine Holzbalkendecke trugen. Nischen in den Wänden dienten wohl zum Abstellen von Lampen oder Gefäßen. Hinter einer Absperrung aus Weidengeflecht im Kellerboden aus festgestampfter Erde wurde vermutlich spezielles Lagergut aufbewahrt. Im nordwestlichen Eckturm des Hauses befand sich der Badetrakt mit allen für ein römerzeitliches Bad typischen Räumen. Zumindest ein Teil dieses großen Hauses war bis um die Mitte des 4. Jahrhunderts bewohnt. Möglich ist, dass es zuvor während der Germaneneinfälle im 3. Jahrhundert teilweise zerstört worden ist.

Zu den interessantesten Funden aus dem Bereich der Villa gehören dünne Bronzestangen mit Einkerbungen sowie flache und noch nicht flachgeschlagene Schrötlinge aus Bronze. Sie beweisen, dass in Holsthum eine kleine Münzwerkstätte existierte, wo in Zeiten knappen Kleingelds um 275 n. Chr. aus eingeschmolzenen Bronzeobjekten Münzen geprägt wurden.

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Prümer Burg

Die Ruine der Prümerburg oberhalb von Prümzurlay, © Felsenland Südeifel Tourismus GmbH


Oberhalb des Dorfes Prümzurlay auf einem steil abfallenden Sandsteinfelsen liegt die Ruine der Prümerburg, bereits im 9. Jahrhundert als "uralte Burg zur Layen" bezeichnet. Ihre erste urkundliche Erwähnung findet sich in einem Lehensvertrag von1337. 1658 wurde die Burg im niederländisch-französischen Krieg niedergebrannt und nicht mehr aufgebaut.

Heute führt der Weg zur Burgruine über den Graben, der früher die Ostseite sicherte. Der fünfeckige Wehrturm der Burg stammt aus dem 12. und frühen 13. Jahrhundert. Wer bis zur Spitze hochsteigt, wird mit einem phantastischen Ausblick über das Tal der Prüm belohnt. Vom Wohnteil, dem Palas, ist noch die südliche Giebelwand erhalten. Rechts und links der Fensteröffnungen sind noch die Sitzplätze zu sehen, von denen aus man hinunter schauen konnte. Auch der Gewölbekeller ist noch über eine Treppe zugänglich.

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Infos zu dieser Route

Start: Wanderparkplatz Irreler Wasserfälle

Ziel: Wanderparkplatz Irreler Wasserfälle

Streckenlänge: 16,9 km

Dauer: 04:30 h

Schwierigkeitsgrad: mittel

Tourenart: Wandern

Aufstieg: 302 m

Abstieg: 302 m

Merkmale:

  • Rundtour
  • familienfreundlich

Eifel Tourismus GmbH

Kalvarienbergstraße 1
54595 Prüm
Telefon: +49 6551 96560

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